Mittwoch, 17. November 2010

Mondriaan College


Hier unterrichte ich.

1500 Schüler treffen sich fünf Mal die Woche in diesem Gebäude. Sie zelebrieren ihren Hormonausschuss, der sich in Weltschmerz und Revolution, Neugierde und Desinteresse, Haarekämmen und Chipsessen äußert. Dabei fließen auch mal Tränen, und manchmal geht was zu Bruch. Emotionen schmeißen eben hohe Wellen.

Gelegentlich lassen die Wachsenden jedoch von diesen wichtigen Themen ab und regen uns Pädagogen zum Dialog an. Die meiste Zeit verbringe ich damit, mich in sie hineinzufühlen. Eine sozial-empirische Studie? Nö, eher der ganz normale Wahnsinn.
Wenn ich mich dann gründlich in die Kids rein- und wieder heile rausgefühlt habe, schmeiß ich mich ins Getümmel. Die Pausenglocke ertönt: Es ist Unterricht.

Idealerweise lebe ich den Jugendlichen klare (möglichst einfache) Werte vor und unterhalte sie obendrein noch mit Anekdoten über Akkusative und unregelmäßige Verbreihen, Jugendromane und Adventsbräuche aus deutschen Landen.

Das Ganze macht unheimlich viel Spaß!





Kurz vor 8:25 ist hier Rush-Hour. 1500 Schüler entsprechen ungefähr 1485 Fahrrädern. Für die Mitarbeiter gibt's extra Fietsenstalling, vgl. Lehrerparkplätze.






...dinsdag, woensdag, donderdag... Die Fundsachen der Woche.
Die "Concierges" sind mehr als Hausmeister, Kopierer und Kioskverkäufer. Sie machen die Seele einer jeden niederländischen Schule aus.





Mein Weg zur Arbeit

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